Kakaobutter – für geschmeidige und gepflegte Haut

Kakaobutter

Kakaobutter ist ein natürlicher Weichmacher, doch ist sie auch ein Dickmacher, wie der Name vermuten lässt? Das ist wohl die im Zusammenhang mit Kakaobutter am häufigsten gestellte Frage. Die Beantwortung ist nicht leicht, denn es kommt ganz darauf an, mit welchen Partnern Kakaobutter serviert wird, wie sie verarbeitet und wozu sie eingesetzt wird.

Kakaobutter in Schokolade

Kakaobutter in Maßen in Form von stark kakaohaltiger Schokolade zu konsumieren ist unbedenklich. Allerdings sollte man die Schokolade nicht in Massen zu sich nehmen, denn dann ist die Kakaobutter äußerst ungesund für den menschlichen Körper. Das heißt also: Es kommt auf die Menge an, die man an Kakaobutter aufnimmt.

Kakaobutter in der Kosmetik

Auf das richtige Mischungsverhältnis kommt es im Kosmetikbereich an, denn auch dort ist Kakaobutter vertreten und fungiert als Fettlieferant im klassischsten Sinne. Doch die Anwendung differiert je nach Mischungsverhältnis: Besonders viel Kakaobutter ist in luxuriösen, teuren Cremes enthalten. Cremes sind grundsätzlich fetthaltiger als Lotionen und sollen die Haut mit Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren und Lipiden versorgen. Kakaobutter ist ein ausgezeichneter Lieferant dafür.

Weniger Kakaobutter ist hingegen in Lotionen enthalten, die von den feuchtigkeitsspendenden und regenerierenden Eigenschaften des pflanzlichen Fetts profitieren wollen. Als Träger für andere Zusatzstoffe ist Kakaobutter ebenfalls häufig zu finden, denn seine hautverbessernden Eigenschaften sind in der Kosmetikindustrie hoch geschätzt. Zudem finden Kakaobutter Verwendung, um das typische cremige Gefühl zu erwirken, was aus Bodylotions bekannt ist. Die Haut wird gut versorgt, aber nicht überpflegt. Zudem gewinnt sie an Elastizität.

Biologischer Anbau von Kakaobutter

Kakaobutter für den Verzehr oder als Basis für Körperpflegeprodukte ist nur selten im Einzelhandel erhältlich. Viel häufiger jedoch erhält man sie im Online-Handel. Dabei sollten Verbraucher unbedingt auf die Anbauweise achten. Wie bei den meisten Lebens- und Genussmitteln gilt auch hier: Wenn eine biologische Anbauweise angegeben ist, muss diese auch seitens des Herstellers gehalten werden. Das heißt, dass sie weder beim Anbau noch bei der Herstellung chemische Stoffe verwenden dürfen. Einschlägige Biosiegel zeichnen unbedenkliche Produkte aus. Zuverlässige Kennzeichnungen sind zum Beispiel demeter und Bioland.

Ebenfalls spielt es eine Rolle, wofür die Kakaobutter verwendet werden soll. Es gibt nämlich Kakaobutter, die ihren ureigenen Geschmack mitbringt und es gibt Produkte, denen die typischen Geschmacksstoffe entzogen wurden. Für Süßspeisen eignet sich Kakaobutter mit Eigengeschmack, zum Anbraten von deftigen Gerichten ist die neutrale Variante eher zu empfehlen. Allerdings sei gesagt: Natürlich ist auch das Entziehen der Geschmacksstoffe in gewisser Weise ein künstlicher Vorgang, insofern stellt sich für Verfechter von möglichst unbehandelten Naturprodukten erst gar nicht die Frage, welche der im Angebot befindlichen Kakaobutter infrage kommt.

Herstellung von Kakaobutter

Um Kakaobutter herzustellen, werden zunächst die Kakaobohnen geröstet, aufgebrochen und so von der umliegenden Schale und dem Fruchtmus entfernt. Anschließend werden die Kakaokerne durch heiße Walzen zerdrückt und gepresst, so dass eine Kakaomasse entsteht. Solange die Kakaomasse warm ist, ist sie auch flüssig. Wird sie kalt, erstarrt sie. Aus Kakaomasse kann man sowohl Schokolade als auch Kakaopulver herstellen. Zudem dient sie als Ausgangsstoff zur Herstellung von Kakaobutter. Hat man nun diesen Ausgangsrohstoff, wird die Kakaomasse durch eine sogenannte Fettpresse gegeben. Dort wird das Fett von den anderen Bestandteilen der Kakaomasse getrennt. Das Resultat ist ein sogenannter Kakaopresskuchen. Das ist der Rest, der durch das Pressen zurückgeblieben ist. Der Kakaopresskuchen wird oft zu Kakaopulver oder zu Kakaobutter weiterverarbeitet wird.

Werden die Bohnen nicht geröstet, so weicht der Herstellungsprozess von dem soeben skizzierten ein wenig ab. Samen und Fruchtmus werden dabei auf Blättern ausgebreitet und ebenso mit diesen abgedeckt. Rein durch die Kraft der Natur zersetzen nun Hefepilze und Bakterien das Fruchtmus und machen es so flüssig, dass es abfließt. Ein weiterer Nebeneffekt ist die Wärme, die bei diesem natürlichen Vorgang entsteht. Um die Wärme am Samen zu regulieren, wird dieser kontinuierlich durchmischt. Diese Herstellweise lässt die Samen braun werden. Der Grad der Färbung ist gleichzeitig ein Zeichen für die Lagerfähigkeit der Kakaobohnen. Anschließend werden die noch reichlich Wasser tragenden Bohnen in der Sonne getrocknet. Sind die Bohnen getrocknet, können diese geschält werden. Anschließend werden die Bohnen zu einer Paste gequetscht. Wird diese Paste weiter bearbeitet, wird nach weiteren Pressvorgängen das wertvolle Öl herausgepresst. Wird das Öl fest, entsteht Kakaobutter.

Bei der Kakaobutter sind mehrere Modifikationen auszumachen, die sich in erster Linie am Schmelzpunkt unterscheiden. Die Modifikationen werden mit griechischen Buchstaben abgekürzt. Die so genannte α-, β‘- sowie die γ-Modifikation sind thermodynamisch instabil und schmelzen unter 28 Grad Celsius. Die β-Modifikation hingegen schmilzt bei Körpertemperatur und wird bei der Schokoladenherstellung auskristallisiert. Die sogenannten Beta-Kristalle zeigen sich in der Praxis am Knack: Je mehr Beta-Kristalle in der Schokolade sind, desto knackiger wird diese.


Inhaltsstoffe von Kakaobutter

Kakaobutter erinnert rein äußerlich an klassische Butter. Sie ist blass- bis hellgelb und riecht leicht nach Kakao. Der Geschmack hingegen ist stärker ausgeprägt als der Geruch. Wissenschaftlich betrachtet besteht Kakaobutter in weiten Teilen aus Öl- und Stearinsäure sowie Palmitin- und Linolsäure. Zu dieser Gruppe der Fettsäuren kommen Sterine und Methylsterine. Der hohe Anteil an gesättigten Fettsäuren, der bei circa zwei Dritteln liegt, macht Kakaobutter zum stabilen Fett, das bei kühler und lichtgeschützter Lagerung durchaus bis zu zwei Jahre lang haltbar ist.

Ein Blick auf die Nährwerttabelle zeigt:

  • 100 Gramm Kakaobutter können bis zu 900 Kilokalorien haben

die Werte können jedoch stark variieren.  Im Grunde ist der Anteil von 100 Gramm Fett immer gleich, wobei

  • davon circa 60 Gramm Fett auf gesättigte Fettsäuren entfallen.

Blickt man auf die Vitamintabelle, so ist das

  • Vitamin K

in minimaler Konzentration nachzuweisen, welches die Blutgerinnung kontrolliert und die nochenbildung aktiviert. Auch

  • Vitamin E und A-Tocopherol

lassen sich als Inhaltsstoff in Kakaobutter nachweisen. Mit Blick auf Mineralstoffe und Spurenelemente zeigt sich

  • Kalium

als Inhaltsstoff von Kakaobutter, das für die Muskelimpulsübertragung verantwortlich ist. Wirft man einen Blick auf den Ausgangsstoff, den Kakao, so präsentiert sich ein wahrlich reichhaltiges Produkt, das aus mehr als 300 Substanzen besteht. Theobromin, Coffein und auch Phenylethylamin sollten eine stimulierende und gar stimmungsaufhellende Wirkung haben. Zudem sagte man Kakao in der Geschichte eine aphrodisierende Wirkung nach. Cocoheal, eine von Wissenschaftlern entdeckte Stoffklasse, fördere das Wachstum von Hautzellen, beuge der Faltenbildung vor und unterstütze die Wundheilung.

Die kristallinen Strukturen der Kakaobutter lassen sich, wie bereits unter Punkt 2 erwähnt, nach den Schmelzpunkten der Modifikationen unterscheiden. Die γ-Modifikation hat einen Schmelzpunkt von 17 Grad Celsius und entsteht beim schnellen Abkühlen von Kakaobutter. Die α-Modifikation schmilzt zwischen 21 und 24 Grad Celsius. Sowohl die α- als auch die γ-Modifikation kann zu einer der β-Formen werden, die bei einem Schmelzpunkt zwischen 25 und 29 Grad Celsius liegen. Eine Variante der β-Modifikation liegt sogar bei einem Schmelzpunkt von circa 35 Grad Celsius und gilt als stabilste Form.


Verwendung und Anwendung von Kakaobutter

Kakaobutter Verwendung

Beim Wort Kakaobutter denken die meisten Menschen an Schokolade, Pralinen und andere süße Leckereien. Dass der Gedanke an süßes Essen gar nicht so abwegig ist, zeigt sich an der Tatsache, dass Kakaobutter ein Bestandteil hochwertiger Schokolade ist. Confiserie ohne Kakaobutter wäre also nicht denkbar, doch auch im privaten Bereich ist für die Besitzer eines Schokoladenbrunnens der Verzicht auf Kakaobutter undenkbar, denn diese macht Schokolade erst flüssig.

Doch auch für das Anbraten von Speisen ist Kakaobutter recht gut geeignet. Es ist zwar ungewöhnlich, jedoch eine echte Bereicherung für den Speiseplan. Aber Achtung: Beim Braten braucht man vergleichsweise wenig von dem teuren Fett, denn Kakaobutter ist sehr ergiebig, schmilzt bei 30 Grad Celsius und kann bis zu 200 Grad Celsius erhitzt werden, ohne zu verbrennen.

Tipp: Bio Kakaobutter, unraffiniert – Organisch zertifiziert – 500g bei Amazon!
4.8 von 5 Sternen
(12 Bewertungen)



Aktueller Preis bei Amazon: nur 15,99 Euro

Wer bei der Dosierung auf Nummer sicher gehen will, setzt auf Kakaobutter in Pulverform. Mittlerweile gibt es die rein pflanzliche Butter, die sich daher auch bestens für die vegane Küche eignet, auch in Chipsform oder als Block. Steak mit Kakaogeschmack ist unvorstellbar? Das mag für die meisten Menschen stimmen und deswegen gibt es auch Kakaobutter, der die natürlichen Geschmacksstoffe entzogen wurden. Eher denkbar ist generell die Verwendung von Kakaobutter zum Backen. Insbesondere in der Confiserie, beim Verzieren oder Glasieren ist Kakaobutter nicht mehr wegzudenken.

Neben der großen Bandbreite im Lebensmittelbereich, auf die im Folgenden noch einmal detailliert eingegangen wird, hat sich Kakaobutter auch als Pflegemittel einen Namen gemacht. Im Reich der Kosmetik, die ebenfalls noch einmal in den Fokus rücken wird, wird Kakaobutter bei trockener Haut empfohlen. So ist sie oft Bestandteil entsprechender Lotionen und Cremes – und ein Geheimtipp der Schokoladenmassage. Für diese ist Kakaobutter besonders wichtig, denn nur so lässt sich die süße, leckere Masse auch leicht auf dem Körper verteilen. In Kombination mit Sheabutter werden die beiden Fettspender zum geschmeidig-weichen Pflegemittel für die Haut. Besonders empfehlenswert sind bei dieser Nutzungsvariante eine sanfte Erwärmung sowie eine Massageliege, die von der köstlichen Kakaobutter leicht wieder gereinigt werden kann.

Verwendung von Kakaobutter in der Pharmazie

Früher ist Kakaobutter in vielen pharmazeutischen Erzeugnissen vorgekommen. Oft bildete sie die Grundlage von Salben oder Zäpfchen, jedoch ist ihre prominente Verwendung in medizinischen Produkten mit der Zeit in den letzten Jahrzehnten weniger geworden. Auch die Verwendung von Schokolade für die Herstellung von pharmazeutischen Pastillen ist deutlich rückläufig. In der Vergangenheit nutzte man Schokolade, um den oftmals recht unangenehmen Geschmack der verwendeten Heilmittel zu überdecken.

Da Kakaobutter vergleichsweise schlecht zum Erstarren gebracht werden kann, das Volumen beim Erstarren nicht schrumpft und auch nur wenig Wasseraufnahme möglich ist, wurde Kakaobutter als pharmazeutischer Grundstoff zunehmend abgelöst. Heute ist Kakaobutter nur noch Grundlage einiger Salben und wird zur Herstellung von Suppositorien (Zäpfchen) und Globuli vaginales (Vaginalkugeln) verwendet. Auch bei der Herstellung von Pflastern wird auf Kakaobutter gesetzt, denn so erhöhen sich die klebenden Eigenschaften von Pflastern, ohne dass die Haut darunter leidet.

Die medizinische Nutzung von Kakaobutter geht weit in die Historie zurück. In Südamerika wird Kakaobutter seit einigen Jahrhunderten als Medizin verwendet. Von manchen Völkern wurde der Kakaobaum bereits als heilig angesehen. Damals wurde aus Kakaobohne, Vanille und Peperoni ein Willkommenstrunk gemischt, der der Vorläufer der heutigen Schokolade sein soll. Erst durch die Beigabe von Zucker und Milch wurde das sogenannte „Xocoatl“ genießbarer und kommt der heutigen Vorstellung von Schokolade relativ nahe.

Als Grundlage von Salben gegen

  • Schwangerschaftsstreifen,
  • bei Narben,
  • größeren Platz-, Schürf- und Schnittwunden
  • oder aber auch bei Verbrühungen, Verbrennungen, Verätzungen und
  • Narben, die auf Akne und eine Operationswunde wie den Kaiserschnitt zurückzuführen sind,

fungiert Kakaobutter als medizinisches und kosmetisches Produkt gleichermaßen. Insbesondere frisch entbundene Frauen setzen auf die Produkte mit dem pflanzlich gewonnenen Fett, um Operationsnarben und Dehnungsstreifen zu pflegen und sie so unsichtbar zu machen, ohne beispielsweise eine Laserbehandlung oder einen anderen Eingriff über sich ergehen lassen zu müssen.

Verwendung von Kakaobutter in der Kosmetik

Kakaobutter in kosmetischen Cremes

Bei kosmetischen Produkten ist Kakaobutter sehr beliebt und wird gerne genutzt. Besonders im Bereich der Körperpflege, aber auch als Lippenpflegestift kommt den Produkten die Kakaobuttereigenschaft – bei Körpertemperatur zu schmelzen – zugute, denn geschmolzene Kakaobutter hinterlässt ein weiches Hautgefühl. So ist es nicht verwunderlich, dass Kakaobutter auch in Lotionen, bei Badezusätzen und Pflegecremes und Balsamen Anwendung findet. In Kombination mit Sheabutter wird Kakaobutter als Bodybutter vertrieben und erinnert dabei ein wenig an Mangobutter. Kakaobutter pflegt die Haut samtig zart, verleiht ihr ein weiches Gefühl und sorgt für gesunden Glanz.

Tipp: KAKAOBUTTER Körperlotion 400ml bei Amazon!
5.0 von 5 Sternen
(1 Bewertungen)



Aktueller Preis bei Amazon: nur 8,50 Euro

Auch ist Kakaobutter ein Bestandteil von Seifen, die gemeinsam mit Alkalien gebildet werden können. In besonders luxuriösen Seifen wird Kakaobutter als Basisöl zum Überfetten der Seife eingesetzt. Wäscht man nun die Hände mit dieser Seife, ist sie nach der Benutzung geschmeidig und gepflegt. Trockene und rissige Haut kann gut mit Kakaobutter versorgt werden. So wird Kakaobutter zur Wohltat für gereizte und spröde Haut und kann bei regelmäßiger Anwendung zu einer samtweichen Haut beitragen. Fettige Haut hingegen ist kontraindiziert und sollte eher nicht mit Kakaobutter behandelt werden. Eine Überpflegung wäre die Folge und insbesondere die empfindliche Gesichtshaut wäre ideales Terrain für bakterielle Entzündungen, verstopfte Poren und gesteigerte Talgproduktion. Das Ergebnis wäre ein unreines, von Rötungen gekennzeichnetes Hautbild.

Schwangere schwören indes auf Kakaobuttercremes, die Schwangerschaftsstreifen präventiv vorbeugen oder nach der Schwangerschaft minimieren sollen, und auch in Antifaltencremes findet man Kakaobutter. Dieser wird nachgesagt, dass sie gegen Falten im Augen- und Mundbereich wirkt. Bei der Herstellung von Parfüms wird Kakaobutter als Fettschicht genutzt. Auch im Bereich der Körpermassagen – insbesondere aber bei der Schokoladenmassage – gilt Kakaobutter als wichtiger Stoff.

Im Bereich der Kosmetik wird Kakaobutter nicht nur aus Gründen der Hautpflege gern verwendet, sondern auch, um die Konsistenz von Cremes und Lotionen positiv zu beeinflussen. In Cremes auf Lecithinbasis wirkt Kakaobutter leichter, als in Verbindung mit klassischen Emulgatoren, die in der Regel stärker zur Filmbildung neigen. Durch den schützenden Fettfilm jedoch kann die natürliche Hauteigenschaft zur Bewahrung von Feuchtigkeit verbessert werden. Und außerdem eignet sich Kakaobutter nicht zuletzt auch wegen des angenehmen Duftes zur Herstellung von Lotionen und Balsamen. Eine Gesichtsmaske aus Quark, Avocado und Kakaopulver beispielsweise wirkt sich positiv auf die Durchblutung der Haut aus und gibt der Haut Feuchtigkeit zurück – ein wesentlicher Faktor zur Jungerhaltung und eine wertvolle Quelle für die Hautgesundheit.

Verwendung in der Lebensmittelindustrie

Allein bei der Herstellung von Kakaobutter fällt bereits ein Nebenprodukt an, das für die Herstellung von Kakaopulver verwendet werden kann: der Kakaopresskuchen. Darüber hinaus ist Kakaobutter auch eine Zutat, die in der Lebensmittelindustrie regelmäßig Verwendung findet. Sie wird genutzt, um Nougat und weiße Schokolade herzustellen. Kakaobutter und Kakaomasse zusammen werden zur Kuvertüre verarbeitet, die als Kuchen- oder Pralinenglasur verwendet wird. Der Fettanteil in einer Kakaobohne variiert in Abhängigkeit von der Herkunft, der Anbauweise, der Jahreszeit und der Anbaugegend. Bohnen aus Ecuador, Peru und Venezuela haben circa 50 Prozent Kakaobutter. Bohnen aus dem Amazonas weisen zwar mehr auf, werden aber aufgrund des Geschmacks häufiger für die Produktion von Kakaobutter verwendet, anstatt für die klassische Schokoladenherstellung.

In Anbetracht der über 30 Kilogramm an Süßigkeiten, die ein Deutscher jährlich vertilgt, lohnt es sich, das Zusammenspiel von Schokolade und Kakaobutter einmal genauer zu betrachten. Eines sei vorweg gesagt: Gute, das heißt dunkle Bitterschokolade, besteht grundsätzlich nur aus Kakao und Zucker, doch liest man die Zutaten auf der Verpackung einmal genau durch, ist dort oft von Kakaobutter und Kakaomasse die Rede. Generell gilt: Schokolade braucht Fett, denn sonst wäre Schokolade nur eine klebrige Masse, die weder knacken, noch glänzen, noch auf der Zunge zergehen würde. Zudem ist Fett wohl der bekannteste Geschmacksverstärker und Aromaträger, den es für Lebensmittel überhaupt gibt.

Doch wenn Kakaobutter ins Spiel kommt, trennt sich die sogenannte Spreu vom Weizen, denn Kakaobutter ist ein hochwertiges Fett, dass in hochwertiger Schokolade verwendet wird. Günstige Schokolade hingegen setzt auf Fremdfette, die ausgezeichnete Qualitätsschokolade gar nicht beinhalten darf, zumindest nicht mehr als fünf Prozent – so besagt es die gültige EU-Norm.

Ein Qualitäts-Chocolatier schwört selbstverständlich auf den Verzicht von Fremdfetten und setzt folgerichtig auf Kakaobutter. In seiner Chocolaterie kann dann der folgende Herstellvorgang beobachtet werden: Der Kakao wird geröstet, vermahlen und conchiert. Conchieren bedeutet, dass die Schokoladenmasse gezielt erhitzt wird, um unangenehme Aromen zu verflüchtigen. Der Prozess zieht sich über viele Stunden hin und am Ende der Conchierzeit bleibt eine wohlschmeckende Schokoladenmasse übrig. Kennzeichen einer gut conchierten Schokoladenmasse ist, dass die einzelnen Kakaopartikel komplett von Kakaobutter umschlossen sind. Wenn der Vorgang erfolgreich war, dann schmilzt die Schokolade geradezu perfekt auf der Zunge. 65 Prozent Kakaogehalt lässt sich nach dem Conchieren festhalten. Soll dieser am Ende der Herstellphase noch angehoben werden, muss Fett hinzugefügt werden: Ein entsprechender Anteil von Kakaobutter sorgt dann für die erforderliche Fließfähigkeit der Schokolade.


Wie gesund ist Kakaobutter

Wie gesund ist Kakaobutter?

Laut einer im Jahr 2014 veröffentlichten Studie kann der Konsum von 20 Gramm Schokolade am Tag Körpergewicht und Körperfett gleichermaßen senken, was vermuten lässt, dass Schokolade, die zu einem Teil auch aus Kakaobutter besteht, gar nicht so schädlich sein kann.

Zurückzuführen sei die positive Wirkung von Schokolade im Übrigen auf die Katechine und Flavonoide aus der Kakaobohne. Ihnen sagt man nach, das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken zu können, positiv auf den Bluthochdruck zu wirken und das Gefäßsystem zu entlasten. Flavonoide kämpfen nämlich gegen die sogenannten freien Radikalen im menschlichen Körper.

Wichtig ist allerdings, Schokolade im rechten Maß zu genießen, denn ansonsten macht Schokolade schlichtweg dick. 100 Gramm Kakaopulver können schnell 350 Kalorien und mehr haben, 100 Gramm Schokolade kommen auf circa 500 Kalorien. Stark kakaohaltige Schokolade ist zu bevorzugen. Ein bis zwei Stückchen am Tag sind also erlaubt. Aber Achtung: Der Genuss von kakaohaltiger Schokolade darf noch aus einem weiteren Grund nicht übertrieben werden, denn mit dem Kakaogehalt kann auch der Cadmium-Gehalt in der Schokolade sich erhöhen, welcher sich negativ auf Knochen und Nieren auswirken kann.

Beherzigt man also den Rat, nur kleine Mengen Schokolade zu konsumieren, so können sich auch die Vorteile des Schokoladenkonsums bemerkbar machen. Schokolode wirkt sich nämlich blutdrucksenkend aus und zwar aufgrund der erhöhten Elastizität der Blutgefäße. In der Folge kann das Schlaganfallrisiko auf diese Weise minimiert werden. Theobromin und Theophyllin wird eine stimulierende Wirkung bescheinigt. Auch Serotonin und Dopamin sind Inhaltsstoffe des Kakaos, die eine stimmungsaufhellende Wirkung haben.

Kakaobutter in ihrer reinen Form ist als Fett eine klassische Energiequelle des Menschen. Da nur wenig ungesättigte Fettsäuren in Kakaobutter enthalten sind, ist das Risiko einer Oxidation im Körper vergleichsweise gering. Zwar geht man bei den gesättigten Fettsäuren davon aus, dass sie ungesund sind, doch kann dies nicht pauschal gelten. Palmitinsäure, ein Hauptbestandteil von Kakaobutter, ist das Haupt-Fett-Vorkommen im Menschen. Stearinsäure wirkt sich positiv auf die Blutfettwerte aus und zudem ist sie insofern modellierbar, dass der Körper sie zur ungesättigten Fettsäure bzw. zur Ölsäure umfunktionieren kann. Wissenschaftliche Studien zeigen: Kakaobutter in Milchschokolade ist ungesünder als die stark kakaohaltige Variante. In Schokolade ab 80 Prozent Kakaoanteil ist der Anteil des Zuckers nur noch gering und somit in Maßen genossen vergleichsweise unschädlich für den Körper.


Kakaobutter in der veganen Ernährung

Kakaobutter ist in der veganen Ernährung äußerst beliebt, denn die Butter ist rein auf pflanzlicher Basis produziert. So kann Schokoladen-, Reis- und Zitronenkuchen und viele andere Leckereien für Veganer hergestellt werden. Doch auch selbstgemachte Schokolade und Nougat lassen sich auf vegane Weise recht unkompliziert erzeugen. Zum Anbraten von Tofu und anderen Bratlingen eignet sich Kakaobutter ganz hervorragend aufgrund der Schmelzeigenschaften: Kakaobutter hat einen Rauchpunkt von 200 °C, somit kann es stark erhitzt und sogar zum Frittieren genutzt werden.

Wer sich vegan ernähren will, kann Kakaobutter als Alternative zu tierischen Fetten verwenden. Um Kakaobutter nicht nur für süße Gerichte verarbeiten zu können, empfiehlt es sich, die geschmacksneutrale Variante zu konsumieren. Diese kann variabel für Gemüse und Bratlinge, aber ebenso für Smoothies, Muffins, Schokolade und Nougat verwendet werden. Weitere Zutaten, die beispielsweise für eine vegane Pralinenkreation in Frage kommen, sind: Mandeln, Nüsse, Cashewkerne, Vanille, Agavensaft, Kokosraspeln, Mandelmus, Zimt und Cranberrys.

Kakaobutter ist ein adäquater Ersatz für tierische Brotaufstriche. In der geschmacksneutralen Variante lässt sie sich unter geschmacksintensiven Pflanzencremes auf das Brot oder die Sojaschnitte schmieren. Andererseits kann geschmacklich unveränderte Kakaobutter auch solo aufs vegane Frühstücksbrot aufgetragen werden. Als Basis für selbst hergestellte Nuss-Nougat-Creme ist Kakaobutter fast unschlagbar und das Geschmacksergebnis kann sich durchaus mit denen namhafter Hersteller messen. Allerdings ist die selbst hergestellte Schokoladencreme sicherlich gesünder, nahrhafter und generell unbedenklicher für die Gesundheit.

Auch im Bereich der Kosmetik wird immer häufiger auf die Do-it-yourself-Variante zurückgegriffen, um eine vegane Gesichtspflege zu erhalten. Kakaobutter fungiert dabei häufig als Grundlage. Mischt man Kakaobutter mit Kokosöl, wird aus der Kakaobutter-Kokosöl-Mischung eine Bodybutter, die trockener Haut besonders gut tut. Angereichert mit Vanille kann daraus eine angenehm duftende Creme für das Gesicht und den gesamten Körper hergestellt werden. Auf ähnliche Art und Weise lassen sich Gesichtsmasken und Lippenpflegen herstellen, die garantiert vegan sind, pflegen und eine gute Hautverträglichkeit aufweisen.


Hinweis:
Die vorliegenden Wirkungen von Kakaobutter im Allgemeinen sind, falls nicht direkt in Bezug zu einer entsprechenden wissenschaftlichen Studie gesetzt, nicht wissenschaftlich erwiesen. Sie stützen sich auf die Aussagen einschlägiger Fachportale und persönliche Erfahrungswerte von Betroffenen. Unsere konkret verlinkten Produktempfehlungen eines externen Herstellers setzen wir mit den nachgesagten Wirkungen nicht in Verbindung.